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Ich kann die Datei 'key.bin' nicht öffnen!?
Im Anschluss an Ihre Bestellung wird Ihnen eine Datei mit Namen 'key.bin' zugesendet. Diese Datei ist der Lizenzschlüssel für FDRTools Advanced. Sie können diese Datei nicht "öffnen". Verfahren Sie damit wie folgt:
  1. Speichern Sie die Datei an einem sicheren Ort.
  2. Starten Sie das Programm. Es öffnet sich der Registrierungsdialog.
  3. Innerhalb des Registrierungsdialogs können Sie die Datei 'key.bin' laden um den Registrierungsprozess abzuschliessen. Im unteren Teil des Dialogs sehen Sie 'Lizenzschlüssel' und einen 'Suchen...'-Knopf. Drücken Sie den 'Suchen...'-Knopf, navigieren Sie zu dem Ort wo Sie die Datei 'key.bin' gespeichert haben und laden Sie die Datei.
  4. Die erfolgreiche Registrierung wird Ihnen durch eine Nachricht bestätigt.
Das war's. Das Programm wird nun keine Wasserzeichen mehr erzeugen.

Was bedeuten die Begriffe HDR-Bild und LDR-Bild?
LDR-Bild steht für Low Dynamic Range-Bild, ins Deutsche übersetzt Bild mit kleinem Dynamikbereich. Der Begriff bezeichnet Bilder, die mit 'herkömmlichen' Bildformaten gespeichert sind. Formate wie bspw. JPEG sind stark limitiert in Bezug auf den darstellbaren Tonwertbereich. Mit den zur Verfügung stehenden 8 Bit pro Farbkanal können nur 255 verschiedene Intensitätswerte unterschieden werden. Der darstellbare Dynamikbereich, d.h. der Quotioent aus dem grössten und dem kleinsten Intensitätswert liegt bei 255 : 1. Dieser Dynamikbereich ist bei weitem nicht ausreichend zur verlustfreien Abbildung von Szenen, die sowohl starke Lichtquellen als auch schattige Bereiche beinhalten. Solche Szenen können leicht Dynamikwerte von 100.000 : 1 und mehr erreichen.

HDR-Bild steht für High Dynamic Range-Bild, ins Deutsche übersetzt Bild mit grossem Dynamikbereich. HDR-Bilder sind in einem Bildformat gespeichert, das wesentlich mehr Intensitätswerte pro Bildpunkt und Farbe speichern kann als ein LDR-Bildformat. Zur verlustfreien Speicherung von mit FDRTools erzeugten HDR-Bildern ist ein entsprechendes HDR-Bildformat notwendig. Beispiele für HDR-Bildformate sind OpenEXR, Radiance RGBE oder Tiff mit 32 Bit Farbtiefe pro Kanal.

Weder HDR noch LDR sind exakt definierte Begriffe. Es ist bspw. nicht klar ob ein Dynamikbereich von 1000 : 1 ein HDR ist oder nicht.

Was ist ein Tonwertspektrum?
Eine andere Bezeichung für Tonwertspektrum ist Histogramm. Es zeigt für jeden möglichen Intensitätswert die Anzahl der Bildpunkte, die diesen Intensitätswert haben. Die Breite eines Tonwertspektrums ist ein Mass für den Dynamikbereich des zugehörigen Bildes.

Was bedeutet Tone Mapping?
Die deutsche Übersetzung von Tone Mapping ist Tonwertabbildung. Das ist ein sehr allgemeiner Begriff, der jede Form der Veränderung des Tonwertspektrums eines Bildes umfasst. Gradationskurve sind bspw. auch eine Form des Tone Mapping. Die eigentliche Bedeutung im Zusammenhang mit HDR-Bildern ist spezieller. Tone Mapping meint hier eine Tonwertabbildung, bei der das Tonwertspektrum komprimiert, also verschmälert wird.

Ein Ziel des Tone Mapping ist es, den Dynamikbereich eines HDR-Bildes so zu verkleinern, dass das resultierende Bild auf einem herkömmlichen Wiedergabemedium darstellbar ist. Darüberhinaus soll der Tone Mapping-Prozess nicht zu einer Degradierung des Bilds führen. Damit ist gemeint, dass keine Artefakte entstehen und der Kontrast sowie die Details des HDR-Bildes voll erhalten bleiben sollen. Letzten Endes soll das Tone Mapping ein visuell überzeugendes Resultat ergeben.

Im Laufe der letzten Dekade sind viele Tone Mapping-Methoden ersonnen worden. Eine gute Übersicht über Tone Mapping-Methoden gibt Fredo Durand (englische Seiten).

Was ist mit Tonwertkomprimierung gemeint?
Tonwertkomprimierung beschreibt die Bedeutung von Tone Mapping im Zusammenhang mit HDR-Bildern.

Was ist mit der Registrierung von Bildern gemeint?
Beim Aufnehmen einer Belichtungsreihe ist es schwierig bis unmöglich, die Kamera so festzuhalten, dass alle Aufnahmen perfekt übereinanderliegen. Selbst beim Montieren der Kamera auf ein Stativ wird man öfters leichte Verschiebungen zwischen den Quellbildern feststellen, die auf Zitterbewegungen der Kamera zurückzuführen sind. Beim Zusammenführen der Einzelbilder in ein HDR-Bild ergeben diese Verschiebungen ein leicht unscharfes, evtl. verschwommen wirkendes Resultat.

Ziel der Registrierung ist es, mithilfe des Computers die Kamerabewegungen im Nachhinein zu korrigieren um so die Bilder perfekt zur Deckung zu bringen.

Und was ist DRI?
DRI bedeutet Dynamic Range Increase und bezeichnet eine Technik, bei der mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen manuell in einem Bildbearbeitungsprogramm zusammengefügt werden. Benutzt werden dabei Werkzeuge wie Ebenen, Masken und Pinsel.

Ziel der Technik ist es, eine Szene mit hohem Dynamikumfang auf ein Bild mit kleinem Dynamikumfang abzubilden, ohne dass dabei Kontraste verloren gehen. Ziel ist mit anderen Worten eine kontrasterhaltende Tonwertkomprimierung. Ein HDR-Bild als Zwischenschritt wird bei dieser Technik nicht erzeugt.

DRI ist eine zeitaufwendige Technik und die erzielbaren Resultate hängen stark vom handwerklichen Geschick des Bearbeiters ab.

Wie ist der optimale Belichtungsabstand für eine Belichtungsreihe?
Wir empfehlen folgende Abstände: bei JPEG-Bildern 2 EV, bei RAW-Bildern 3 EV. Grundsätzlich gilt: je weniger Bilder eine Belichtungsreihe hat, desto besser. Weniger Bilder sparen Speicherplatz und Rechenzeit. Weniger Bilder bedeuten auch weniger Probleme durch Verwackeln und einfachere Handhabung von bewegten Objekten.

Die genannten Empfehlungen garantieren auf jeden Fall gute Ergebnisse. Es ist aber durchaus möglich, grössere Belichtungsabstände zu wählen. Bei JPEG-Bildern sind ohne weiteres Abstände bis zu 4 EV möglich, bei RAW-Bildern bis zu 6 EV. Die möglichen Grenzwerte hängen im wesentlichen vom Rauschverhalten des CCD-Sensors der Kamera ab und lassen sich durch Probieren herausfinden.

Wie kommt der Wert für den Dynamikbereich zustande?
FDRTools misst die Belichtungswerte der Quellbilder und vereinigt diese zu einem einzigen Bild, dem HDR-Bild. Der Dynamikbereich des HDR-Bildes berechnet sich dann als das Verhältnis von grösstem zu kleinstem Intensitätswert, logarithmiert zur Basis 2. Dieser Wert ist als Näherungswert zu verstehen. Eine wirklich gute Näherung an die Realität erfordert gutes Bildmaterial:
  • es sollten RAW-Bilder verwendet werden
  • das dunkelste Bild sollte keine überbelichteten Pixel aufweisen
  • das hellste Bild darf keine verrauschten Pixel haben
Bei Verwendung eines einzelnen RAW-Bildes erreicht der Dynamikbereich oft irreal hohe Werte. Das wird verursacht durch verrauschte Pixel. Deren Intensitätswerte werden nicht durch das einfallende Licht sondern durch das Rauschen der Kameraelektronik bestimmt. Sie weisen daher oft grosse Abweichungen vom realen Wert auf. Wenn ein Pixel zufällig einen sehr kleinen Intensitätswert annimmt - manchmal sogar Null - dann ergibt das sehr hohe Werte für den Dynamikbereich.

Warum hat ein dunkles Bild einen höheren Belichtungswert als ein helleres?
Gemäss der Definition (englisch) ist der Belichtungswert bei kurzen Belichtungszeiten höher als bei längeren Belichtungszeiten. Für die Bilder einer Belichtungsserie gilt also: je dunkler das Bild, desto höher sein Belichtungswert.

Warum liegt die Grenze zur Überbelichtung bei den Ebenen-Histogrammen an unterschiedlichen Stellen?

Das Histogramm einer Ebene ist um den Betrag der Belichtungsdifferenz zum dunkelsten Bild nach links verschoben. Idealerweise sollte das die Histogramme "zur Deckung bringen", wobei natürlich die helleren Bilder and der Grenze zur Überbelichtung abgeschnitten sind.

Sehr gut funktioniert das mit RAW-Bildern. Diese sind "unbehandelt", daher haben alle Histogramme einer Belichtungsreihe die gleiche Form. JPEG-Bilder reihen sich normalerweise nicht so schön untereinander auf, weil die Bilddaten in der Kamera vorbehandelt werden.

Das Verschieben verschafft einen schnellen Blick über die Resultate der Belichtungsberechnung und die Qualität des Bildmaterials. Von besonderer Bedeutung ist das Verschieben für die Separation-Methode. Das Einstellen der Separation-Regler wird dadurch sehr intuitiv.

Wieso sieht das HDR-Bild so dunkel aus?
Das Wesen von HDR-Bildern ist, das sie einen hohen Dynamikumfang (Verhältnis von grösstem zu kleinstem Intensitätswert im Bild) haben. Da kommen leicht Werte von 100000 : 1 zustande, je nach Szene. Ein Monitor kann aber nur einen Dynamikumfang von etwa 100 : 1 bis 400 : 1 (TFT) "auf natürliche Weise" darstellen. Bilder mit grösserem Dynamikumfang wirken dann auf dem Bildschirm dunkel. Daher ist das HDR-Bild für die Präsentation im Web oder für einen Ausdruck nicht zu gebrauchen. Das ist auch der Grund, warum man diese Bilder "tone mappen" - also den Dynamikbereich komprimieren muss, um ein präsentables Bild zu bekommen.

Mit dem Schieberegler am unteren Rand des HDR-Bilds lässt sich der momentan sichtbare Teil des Intensitätsspektrums verändern oder anders ausgedrückt "die Belichtung verändern". So lassen sich auch die dunklen Bildteile anschauen.

Wieso bekomme ich mit Raw-Bildern und aktiver Don't clip colors Option manchmal rosafarbene Lichter?
Per Voreinstellung werden bei Raw-Bildern nur Pixel verwendet, die in allen Farbkanälen gültige Werte haben. "Überbelichtete" Pixel werden nicht ausgewertet.

Nun ist es aber so, das in den "überbelichteten" Pixeln oft noch nutzbare Information steckt. Das kommt daher, dass die Farbkanäle i.a. nicht gleichzeitig "in die Sättigung" gehen, wie man so sagt. Vor allem der rote Kanal scheint bei den meisten Kameras wesentlich höhere Lichtmengen zu vertragen. Wenn also der grüne und blaue Kanal längst gesättigt sind, liefert der rote Kanal noch korrekte Werte. Das passiert nur in den Lichtern, weshalb diese dann rosa aussehen.

Die rosafarbenen Lichter stellen aber kein Problem dar. Sie können mit der Weisspunkteinstellung mühelos weiss gemacht werden.

Warum zeigt die Vorschau manchmal ein regelmässiges Punktmuster?
Dieses Punktmuster wird im LDR Mapping-Modus Compressor sichtbar. Ursache für das Punktmuster ist kein Programmfehler. Vielmehr ist - bedingt durch den Komprimierungsalgorithmus - das Resultat der Tonwertabbildung von der Auflösung und dem sichtbaren Bildfeld abhängig. Navigator und Vorschau liefern daher unterschiedliche Resultate. Das Punktmuster zeigt nun innerhalb der Vorschau die entsprechenden Pixel des Navigators. Das verdeutlicht die Intensitätsunterschiede zwischen Navigator und Vorschau.

Das resultierende HDR-Bild hat einen Rotstich/Blaustich/Grünstich!?
Wahrscheinlich sind die Einzelbilder mit automatischem Weissabgleich aufgenommen worden. Benutzen Sie für die Bilder einer Belichtungsreihe immer den gleichen Weissabgleich!

Ich stitche Panoramen aus Einzelbildern. Soll ich das HDR-Bild vor oder nach dem Stitchen erzeugen?
Beides ist möglich. Ich persönlich erzeuge das HDR-Bild vor dem Stitchen. HDR-Bilder haben einen erweitertem Tonwertumfang. Das erleichtert den Ausgleich von Farb- oder Helligkeitsunterschieden in den überlappenden Bereichen enorm!

Wird das RAW-Format meiner Kamera gelesen?
Wahrscheinlich ja. FDRTools verwendet dcraw als RAW-Konverter, daher werden die meisten Kameras unterstützt. Eine Ausnahme bilden Sigma-Kameras: der Dekodieralgorithmus für Foveon-Chips ist GPL-lizensiert, so daß wir ihn nicht verwenden dürfen.

Neue Kameras werden i.d.R. nicht sofort unterstützt, da die in FDRTools integrierte dcraw-Version nur mit dem Erscheinen einer neuer FDRTools-Version aktualisiert wird.

Kann ich das tongemappte Bild im JPEG-Format speichern?
Ja. Allerdings ist das Speichern des tongemappten Bildes im JPEG-Format nicht empfehlenswert, da FDRTools kein Bildbearbeitungsprogramm ist (und auch nicht sein will). Dinge wie das Retuschieren, Schärfen, Größenanpassen usw. sind nicht in FDRTools implementiert. Daher sollten Sie das Bild in einem verlustlosen Format wie TIFF speichern. So können Sie das Bild in bester Qualität in dem von Ihnen bevorzugten Bildbearbeitungsprogramm weiter bearbeiten.

Warum ist das Belichtungsintervall auf maximal 1 EV beschränkt?
Für eine genaue Bestimmgung der TRC macht es Sinn, möglichst viele Messwerte zur Verfügung zu haben. Ein Belichtungsintervall von 1 EV oder weniger ist daher vorteilhaft. 1 EV scheint der am besten geeignete Abstand, da dieser von Kameras wohl sehr genau eingehalten wird. Bei 1/2 oder 1/3 EV scheint das nicht so exakt zu funktionieren.























































 
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